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HSV Merzig: Damen unterliegen Kandel

Handball-Oberliga: Damen des HSV Merzig-Hilbringen unterliegen Kandel mit 26:30
Die Oberliga-Handballerinnen des HSV Merzig-Hilbringen warten nach der 26:30-Heimspielschlappe gegen Kandel weiter auf den ersten Sieg. Der couragierte Auftritt gegen den Tabellenführer weckte aber neue Hoffnungen.
Von SZ-Mitarbeiter Roland Schmidt
 

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Merzig. Sie haben gekämpft, keinen Ball verloren gegeben und waren dem Tabellenführer phasenweise ebenbürtig. Doch am Ende standen sie wieder ohne Punkte da: Die Handballerinnen des HSV Merzig-Hilbringen verloren ihr Heimspiel gegen den TSV Kandel mit 26:30 (14:13) und warten in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar (RPS) damit weiter auf den ersten Sieg. „Jetzt müssen wir langsam punkten, sonst kommen wir aus diesem Loch nicht mehr raus“, seufzte Ariane Ehl nach der erneuten Niederlage und schüttelte enttäuscht den Kopf.
 
Als sich der Frust bei der Kreisläuferin etwas gelegt hatte, sah sie allerdings auch Positives. „Wir haben stark gespielt. Auch wenn wir gegen den Spitzenreiter verloren haben, wird uns die gute Leistung neues Selbstvertrauen geben“, meinte die fünffache Torschützin. Besonders motivierend: Die Aufholjagd in der ersten Halbzeit. Merzig lag in der Thielspark-Halle bereits mit 1:5 (10. Minute) zurück und den rund 100 HSV-Fans schwante Böses. „Sie haben zu verhalten begonnen, ohne torgefährlich zu sein“, sagte Johannes Moritz, der den privat verhinderten Trainer Andreas Kiedron auf der Bank vertrat.

Bis zur 56. Minute alles offen

Doch der Respekt legte sich, und Merzig fand immer besser ins Spiel. Der Ausgleich zum 8:8 fiel in der 22. Minute. „Konzentriert euch. Spielt den Ball schnell durch und kreuzt für Lisa“, riet Moritz seinen Spielerinnen in der Auszeit kurz vor der Pause. Mit Lisa meinte er Rückraumspielerin Lisa Michler, die die Anweisungen des Trainers prompt umsetzte und aus der Distanz zur 14:13-Halbzeitführung traf. Das Spiel blieb offen. Nach der Pause erhöhte Merzig sogar auf 15:13, vergab dann aber drei große Chancen. „Wir haben im Angriff zu überhastet abgeschlossen“, kritisierte Moritz. Und dies rächte sich: Kandel glich zum 16:16 aus. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.

 
Bis zur 56. Spielminute (24:24) war nicht abzusehen, wer das Feld als Sieger verlassen würde. In der entscheidenden Schlussphase verloren die bis dato konzentriert spielenden Merzigerinnen allerdings die Nerven. Leichte Fehler nutzte der Favorit, um auf 27:24 (58.) wegzuziehen. „Die Entscheidung“, so Moritz. Merzig kam zwar noch einmal auf 26:28 heran, und Moritz versuchte mit der weit vorgezogenen Michelle Chwalek in der Abwehr schnell an den Ball zu kommen, doch das klappte nicht. Mit zwei schnellen Gegenstoß-Toren stellten die Gäste schließlich den 26:30-Endstand her.

Nach der sechsten Niederlage im sechsten Spiel belegt Merzig in der Tabelle den vorletzten Platz. Ohne die geschenkten Punkte am „Grünen Tisch“ nach der Auftaktschlappe beim Schlusslicht Weibern wäre der HSV gar Letzter. Ihr Team müsse jetzt schnell aus diesem Loch raus und unbedingt siegen, meinte Ariane Ehl. „Sonst geraten wir derart unter Druck, dass wir auch gegen leichte Gegner verlieren. Die Leistung gegen Kandel macht uns aber Mut“, so die HSV-Kreisläuferin.

Tore für den HSV Merzig-Hilbringen:Michelle Chwalek 9/3, Lisa Michler 5, Ariane Ehl 5, Ina Grgic 3, Andreas Kautenburger, Katharina Endres, Julia Herbst, Simone Scherer je 1.
 
Quelle: Saarbrücker Zeitung 

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