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Interview mit der Jugendleiterin Evi Mohrmann

Hallo Evi.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, uns ein paar Fragen zu beantworten. Du wurdest im Sommer zur Jugendleiterin gewählt und teilst dir den Posten mit dem Alex Lavan, der schon seit Jahren als Jugendleiter tätig ist. 

Durch die besondere Situation, konntest du sicherlich nicht so einsteigen, wie du dir das vorgestellt hast. Wie gestaltet sich deine Arbeit als Jugendleiterin derzeit?

 

Evi Mohrmann:

Mein Einstieg im September des letzten Jahres fiel bereits in eine Phase, die durch die Pandemie geprägt war.

Aktuell ist es tatsächlich schwer, sich so zu engagieren, wie das in "normalen Zeiten" der Fall wäre. Dazu zählt, neben der organisatorischen Arbeit im Abteilungsvorstand, der direkte Draht zu den JugendspielerInnen und ihren TrainerInnen, sei es im Trainingsbetrieb oder an Heimspieltagen in der Sporthalle.

Mit Alex Lavan bin ich regelmäßig im Gespräch, der Austausch mit den TrainerInnen ist jedoch eingeschränkt und der Kontakt zu den wichtigsten Mitgliedern unserer Abteilung - unseren Jugendlichen - ist leider schwer möglich.

 

Was war die Intention, dich als Jugendleiterin beim TSV Kandel einzusetzen? Was waren deine Ziele und Vorstellungen mit denen du die Stelle angetreten bist? Was möchtest du in Zukunft erreichen?

 

Evi Mohrmann:

Mit fünf Jahren habe ich selbst angefangen, beim TSV Kandel Handball zu spielen. Später war ich als Jugendtrainerin tätig und ich habe - bis auf kurze Unterbrechungen - bis zum Lockdown im März 2020 selbst noch aktiv gespielt.

In all der Zeit habe ich in der Abteilung eine tolle Gemeinschaft und guten Zusammenhalt erlebt. Vereinsarbeit gelingt aber nur, wenn es viele Menschen gibt, die sich einbringen. Da mir die Arbeit mit  bzw. für die Jugendlichen sehr am Herzen liegt, ist für mich jetzt der Zeitpunkt gekommen, mich im organisatorischen Bereich in die Vereinsarbeit einzubringen.

Dies lässt sich auch zeitlich gut mit der Familie und meinen beruflichen Verpflichtungen vereinbaren.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir weiterhin viele Jugendliche im Verein halten bzw. Neuzugänge gewinnen können, die Spaß am Handballsport und an der Gemeinschaft im Verein haben.

Es geht auch darum, bei den Kindern und Jugendlichen bleibende Eindrücke für die Zukunft zu generieren. Denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man sich gerne an sportliche Erfolge, aber eben auch an gemeinsame Aktionen, wie z.B. Jugendfreizeiten erinnert.

 

Habt ihr derzeit Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen im Verein? Sollte das “persönliche” gemeinsame Training länger untersagt sein, gibt es Ideen, durch die die Kinder und Jugendliche den Spaß am Handball nicht verlieren? 

 

Evi Mohrmann:

Für uns als Mannschaftssportler ist das Kontaktverbot wirklich nicht schön. Gemeinsame Trainingseinheiten entfallen und daher auch der direkte Kontakt zu Teamkameraden und Freunden.

Von einigen Jugendtrainern weiß ich, dass sie im Kontakt zu ihren SpielerInnen stehen, was ich für absolut wichtig halte.

Natürlich können Trainer dafür sorgen, dass die SpielerInnen sich fit halten (durch Ausdauer- und Krafttraining), jedoch fehlt den meisten Jugendlichen vermutlich vor allem das "Spielgerät".

Daher hoffe ich, dass wir in naher Zukunft den Weg zurück in die Sporthalle gehen können, da der Spaß am Handballsport sich auch auszeichnet durch das Messen mit anderen in Kombination mit Ball und Tor.

Dennoch gibt es aktuell Überlegungen innerhalb der Vorstandschaft, wie es gelingen kann, trotz der Kontakt- und Trainingsbeschränkungen, das Zusammengehörigkeitsgefühl aufrecht zu erhalten und zu steigern.

 

Danke für deine Zeit. Wir wünsche dir für deine weitere Arbeit alles Gute. 

 

Das Presseteam

Franziska&Natascha



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